29. Mai 2009

clematis kuckucksei

Weil unsere Kletterrosen-Clematis Semi-Pergola/Rankwand im Halbschatten steht, haben wir uns für SortenvertreterInnen entschieden, die mit diesen Bedingungen auch halbwegs umgehen können. Sprich:
  • Clematis viticella rubra - purpur (10.90.- Prascac)
  • Clematis viticella Kermesina - malvenrosa (14.90.- Prascac)
  • Kletterrose 'Veilchenblau' (20.90.- Prascac)
  • Kletterrose 'Filipes' - weiss (20.90.- Prascac)
selbst ohne Schatten hätte ich ohne Zögern die viticellas gewählt - weil robust, krankheitsresistent und überhaupt mehr Wildart als Hybride.

Aber irgendwie dürften wir statt der Clematis 'Kermesina' eine Cl. 'The President' erwischt haben. Ignoranti Faux-Pas. Shit happens. Während die viticella schon fast bei 2 Meter Höhe steht und viele kleine Blätter und Blütenansätze zeigt, hat sich 'The President' mit ihren wenigen, aber großen dunkelgrünen Blättern mühevoll auf 80cm hochgeschoben und eine einzige - zugegeben monumentale - Blüte produziert:

Damit sie und wir glücklich werden, braucht sie einen neuen Platz, den sie im Herbst auch bekommt.
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28. Mai 2009

gemüsebeet vers 2.0

Weil unser "Gemüsebeet" vom Vorjahr im Halbschatten liegt und dort gerade heftigst gegraben wird, um eine Mauer aufzuziehen war es Zeit für einen neuen Platz. Der ganze Garten ist noch ein ungegliedertes Etwas, da kann ein Beet mehr auf keinen Fall schaden, haben wir uns gedacht.

vorher, 19. april 2009:


nachher, 25. mai 2009:


Die Erdbeeren haben das Versetzen erstaunlich gut ertragen, trotz der braunen Blätter, die sie in den ersten Tagen bekommen haben und ihrer generellern Umtopf-Anämie. Es sieht sogar nach (natürlich verringerter) Ernte aus.
Die Tomaten sind die 0815 Hofer/Aldi-Pflanzen, zuzugl. einer Chili vorne rechts. Erstere brauchen wirklich zwei, drei Wochen zum Wurzel-Ausbilden, in denen sie nada wachsen, erst danach schieben sie kräftig an.
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20. Mai 2009

lavendel vermehrung mini-erfolg

Das mit der Lavendel-Stecklingsvermehrung funktioniert bei mir weniger gut als es sollte. Vielleicht liegt es am Zeitpunkt, der laut Gärtnerin beim ersten Schnitt (im März) liegen sollte. Letzten März wusste ich aber noch nichts vom Garten und diesen März nichts vom Lavendel-Frühlingsschnitt. Noch unbeeindruckt von kalendarischen Notwendigkeiten hab ich letzten Sommer 5 Stecklinge in Töpfe gesteckt und die dann im Halbschatten in die Erde gebuddelt. Selten gegossen. Davon haben zwei den Winter überlebt, nachdem zwei andere bereits im Laufe des Sommers starben. So sehen sie jetzt aus (nach etwa 9 Monaten). Nicht gerade monumental:


Als Vergleichsgruppe hatte ich auch zwei zu hause am Fensterbrett stehen, das hat aber erstaunlicherweise bedeutend schlechter funktioniert - beide waren binnen einiger Tage verdorrt, genauso wie der Schopflavendel Steckling (lavendula stoechans), den ich vor 2 Wochen im Bauhaus geklaut und in den Balkonkasten gesteckt hatte. Tot, nur noch schneller. Aber nachdem der Schopflavendel zwar wunderhübsch, aber nicht winterfest ist, hat mich das weniger gebeutelt.
Jetzt hab ich das Freilandprozedere wieder begonnen - mal schauen. Ich bin mit mäßigem Erfolg schon durchaus zufrieden.
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18. Mai 2009

poppy


Unser einziger Mohn bis jetzt. Ein mehrjähriges Exemplar (ich hatte schon Angst, dass wir da sinnlos was einjähriges gekauft hätten). Vermutlich papaver orientalis 'Salmon glow'. Bei uns im Halbschatten glücklich. Seine Lachsfärbigkeit hat sich im zweiten Jahr zwar unangenehmerweise Richtung orange verschoben, aber mit offener Blüte trifft man ihn sowiso eher selten an. Er blüht seit zwei Wochen (ein Monat zu früh?). Außerdem hat er einen kleinen Nachkommen produziert, dessen ca 10-15cm große Blattrosette ich aber umsetzen musste. Im Moment wirkt sie kaputt, man weiss jedoch nie. Letzten Spätsommer hab ich drei Pflanzen vom Garten einer Freundin bekommen (eine junge Pfingstrose, eine Lilie, und was Kamillen-Margariten-ähniches) die alle sofort nach dem Einsetzen "eingegeangen" sind. Dieses Frühjahr waren alle wieder da.

tomaten diversifikation


Acht Tomatenpflänzchen sind via schwierigstem Auswahlprozess letztendlich in unseren Kofferraum gewandert (oben 50% davon, "zufällig" arrangiert). Zu diesem Behufe hat es uns nach Frauenkirchen verschlagen, das nicht nur mit dem Paradeiser-Imperium der Fam. Stekovic gesegnet ist, sondern auch mit der einzigen Basilika des Burgenlandes, einer Vinothek und zumindeste zwei sehr schönen Gaststätten. Bei Stekovics' kann man aus ca. 50? alten Tomatensorten wählen (à 2 Euro), ein paar Zucchinis, Himbeeren und Erdbeeren, Pfefferonis und Paprika (aber nur je 1-2 Sorten) gibts auch noch. Und Beratung von den Profis, wenn gewünscht. Das ganze Erlebnis hat mich ein für alle mal von der Eigenanzucht, mit der ich geliebäugelt hatte, abgebracht.*

In Wien wiederum scheint es nahezu unmöglich an alte Tomaten zu kommen. Bei Praskac gab es immerhin vier "spezielle" Sorten (um 2,50 Euro pro Stück), da hatten wir schon vor 2 Wochen aus Verzweiflung eine mitgenommen.

Die Endaufstellung im Garten sieht nun wie folgt aus:
  • eine grüne (Praskac, 2,5o Euro)
  • eine gelbe (Praskac, 0.90 Euro)
  • eine kl. birnenförmige rote (Praskac, 0.90 Euro)
  • 6 rote Salattomaten (Hofer/Aldi, 3,50 Euro insg.)
sowie (Stenkovic):
  • Tigerella
  • Azoychka Russian
  • Schwarze Kubanische
  • Ivory Egg
  • Yellow Brandywine
  • Grünes Zebra
  • Dr. Wiches Yellow
  • Black Ethiopian
... für die wir schnell ein extra Beet gebuddelt haben, das dann nächstes Jahr hoffentlich langsam zum Trockenbeet morpht.

Stekovic empfiehlt nicht auszugeizen (wegen dem Eintritt von Krankheitsserregern), nicht zu gießen und einen überdachten Platz (was nach einer sehr trockenen Kombination klingt).

Wir hatten ja letztes Jahr auch schon 6 Buschtomaten, die wir nach dem viel zu engem Pflanzen (50cm Abstand in 2 Reihen, im Halbschatten) de facto sich selbst überlassen haben. Hier ein Bild von Anfang August 2008:

Späte Eingreifversuche in den Jungel (Hochbinden) waren dann eher zum Scheitern verurteilt. Trotzdem hatten wir Früchte und die Blätter haben erst Ende September begonnen zu faulen und braun zu werden.

Nach dieser Erfahrung würde ich also sagen:
auf jeden Fall Ausgeizen, es sei denn Platz spielt überhaupt keine Rolle.
Das Nicht-Gießen kann ich aber eher unterschreiben.

oh, ich bin so gespannt, wie sie sich heuer machen, die Kleinen.

* Wie das Beetausstechen von der radikalen Rasenerneuerung. Grasnarben ausklopfen ist kein Zuckerschlecken.
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13. Mai 2009

keimfortschritt

Zeit für einen Keim-Zwischenbericht:

1.5. Aussaat: Rettich, Basilikum, weiße + französische Königskerzen, rostfarbener + dunkler Fingerhut, Rittersporn, Mohn, Akelei, Bartfaden, Lupinen; näheres hier.
5.5. Aussaat: Koriander, Zuckererbsen
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3.5: Rettich keimt
5.5: Basilikum, Weiße KK, 1 Lupine keimen; alle Rettiche aus der Erde.
8.5.: Mohn keimt; Basilikum ganz aus der Erde
11.5.: 1 Erbse keimt; 4 Bartfaden keimen; 1 Rittersporn keimt; Rostfarbener FH keimt
12.5.: erster Koriander keimt



^^ erste Reihe: Rettich; zweite Reihe: Basilikum
... am letzten Bild bereits in 9x9cm Töpfe versetzt.

Mittlerweile hab ich gelesen, dass die Mohn-Anzucht am Fensterbrett so gut wie nie gut geht, weil die Pflänzchen beim Umsetzen ins Freie eingehen - was ich mir in Anbetracht ihrer Zartheit sehr gut vorstellen kann. Vielleicht hat ihre Fragilität aber gar nichts damit zu tun, weil ausgewachsener Mohn das Umsetzen auch nicht erträgt. (zumindest bei mir)

Ich würde nach meinen bisherigen Erfahrungen einmal die These aufstellen: Je größer das Samenkorn, desto weniger Stress. Ich hab als Experiment heute vier der mini-mini (sprich unter 1cm großen) Königskerzen pikiert, um sie möglichst tief in die Erde zu setzen und zu sehen, ob es ihnen damit besser ergeht - nur was für Menschen mit UhrmacherInnen-Fingern.

Andererseits fangen die Probleme der scheinbar kraftstrotzenden Pflänzchen vielleicht erst später an - wie zB bei den Lupinen, über die ich irgendwann gelesen hatte, dass sie wegen ihrer Pfahlwurzeln das Umsetzen nicht wahnsinnig gut ertragen und deshalb zumindest in möglichst tiefe Pflanzgefäße gesetzt werden sollten. Hab ich natürlich nicht gemacht.



^^ Alle Bilder vom 13. Mai (12 Tage nach Aussaat)
1. Königskerzen
2. Koriander (8 Tage nach Aussaat)
3. Lupinen
4. Mohn
5. Zuckererbse (8 Tage nach Aussaat)

Beim Koriander kommen offensichtlich immer zwei Triebe aus einem Korn. Oh, Natur.
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12. Mai 2009

königskerzen umpflanzen

Mein stat-counter zeigt glücklicherweise an, welche Suchbegriffe BesucherInnen hierher leiten und weil das ja auch ein Blog zur Erfahrungsweitergabe sein soll, hab ich mir gedacht es wäre nett mich auf die keywords und Phrasen zu beziehen - sofern ich durch meine extensive Gartenerfahrung (ha!) was dazu sagen kann.
Alas:

Teil I der Serie "someone-asked-Google"... die das spannende und komplexe Thema Königskerzen umsetzen erschöpfend behandelt:

Ich bin de facto ein Königskerzen-umsetz-Profi, bloß dass "Profi" ein dazu nötiges Wissen unterstellt, das es nicht gibt. Unsere Königskerzen sind ganz normale, gelbe, ca 1.5-2 m hohe Pflanzen, die erst mal im Mai von den Balkonritzen meiner Mutter (in die sie sich selbst versamt haben) irgendwohin in unseren Garten (meist sonnig) gesetzt werden, weil wir keine Ahnung haben wo wir die etwas sperrigen Dinger in einem Jahr sehen wollen. Da sind sie ca 5-10 cm groß und kränkeln erstmal zwei bis drei Wochen so vor sich hin, und wir denken jedes mal: jetzt ist es aus mit ihnen. Wir gießen nur beim Einsetzen - danach die kl. Pflänzchen höchstens (!) sporadisch. Im Laufe des Sommers entwickeln sie sich zu prächtigen Blattrosetten mit ca. 50cm Durchmesser. Wenn wir uns dann endlich entschieden haben, werden sie an ihren endgültigen Ort versetzt - im August, September aber auch noch im April des nächsten Jahres. Einfach Spaten rein und Pflanze samt Erde neu eingraben. Dann beginnt das Welk-Prozedere von Neuem ohne jedoch jemals ein Opfer nach sich gezogen zu haben.

Ich habe gerade kleinere französische und weiße Königskerzen ausgesät - mal sehen, wie die das Umsetzen ertragen. Unter Umständen sind das grazilere Wesen.


Hier ein eben (am Tag des Fotos) umgesetztes Exemplar von Anfang August 2008. Lässt schon die Blätter hängen, die Mimose.

Ansonsten gießen wir die Königskerzen nicht und widmen ihnen überhaupt prinzipiell keine Aufmerksamkeit.